Wie jedes Jahr ging es auch in diesen Frühlingsferien für die Jugendriege des STV Sempach ins altbekannte Jugilager. Dieses Jahr durfte es jedoch in einem neuen, überarbeiteten Rahmen stattfinden. Die gewohnte Kulisse von Ruswil wurde gegen eine Neue eingetauscht, und zwar die von Willisau. Eine weitere grosse Veränderung war die Lagerdauer, die Kinder durften ihre Betten nämlich nicht wie gewohnt für zwei, sondern sogar für drei Nächte beziehen.
Aufbruchstimmung: Am Mittwochmorgen reisten die rund 60 Kinder, 25 Leiter und 4 flinken Küchenhelfer voller Elan und Vorfreude mit Zug und Bus von Sempach nach Willisau. Kaum angekommen, durfte die neue Umgebung sofort ausgekundschaftet und die Schlafplätze bezogen werden. Wenig später startete das Programm bereits mit einem gemeinsamen Spiel, und schliesslich begaben sich die Riegen in ihre individuellen Trainings. Das Küchenteam war bereits dabei, einen leckeren Schmaus auf den Tisch zu zaubern. Nach dem Zmittag wurde anschliessend das Lagermotto bekannt gegeben, woran sich die folgenden Aktivitäten über das Lager verteilt orientierten. Dieses Jahr handelte es sich dabei um das Motto ‘Farbenchaos’. Nach einem erfolgreichen Trainingstag stand am Mittwochabend bereits der bekannte Orientierungslauf auf dem Programm. Die Kinder durften rätseln, raten, zählen und sich körperlich betätigen, um schliesslich erschöpft ihre erste Nacht im Schlafsack zu verbringen.
Am Donnerstagmorgen ging es an eine noch unbekannte Disziplin für die meisten Kinder. Alle Riegen durften gestaffelt ein Ringertraining mitmachen, geleitet von einem echten Ringerprofi. Nach vielen spassigen Übungen und einigen richtigen Kämpfen ging es zurück in die einzelnen Riegen und anschliessend an den Zmittagstisch. Am Nachmittag stand ein weiterer neuer Programmpunkt an: der Wandernachmittag. Bei herrlichem Wetter begaben sich die Kinder und Leiter zur Hasenburgruine bei Willisau, wo ein leckeres Sandwich und ein paar Gemüsesticks verzehrt wurden. Nach gut 12km Marsch kehrte das Wandervolk wieder zurück zur Sportanlage, wo sie eine warme Dusche und ein entspanntes Abendprogramm erwartete. Während sich einige Gesichter nicht mehr blicken liessen und bereits frühzeitig in ihr gemütliches Bett begaben, betätigten sich die anderen an amüsanten und fröhlichen Gesellschaftsspielen, und auch für sie ging es schlussendlich ins wohlverdiente Bett.
Auch der Freitag startete wieder mit einem Programmpunkt, der viel Kraft, Energie und Fokus benötigte. In einem Kraftparcour konnten die Kinder ihr Durchhaltevermögen und die, wenn vorhanden, föhrige Energie unter Beweis stellen. Vor dem Mittagessen fand schliesslich noch die berühmt berüchtigte UBS Kids Cup Team Challenge statt, bei der alle Gruppen nochmals mit letzter Kraft über die Mattenburgen flogen und hoch konzentriert mit Tennisbällen die Töggeli anvisierten. Nach den Riegentrainings am Nachmittag durften die Kinder sich anschliessend eine wohlverdiente Pause gönnen, in der gespielt, gelacht, gechillt oder den Leiter beim Leiterspiel zugejubelt wurde. Nach einem köstlichen Znacht fand bereits der wohlbekannte ‘bonti Obe’ statt. Anders als bisher war diesmal die Challenge Leiter gegen Kinder. Nach vielen erbitterten Wettkämpfen wie einer Handstandchallenge, einem Schreiwettkampf sowie einem Tanz-Battle mussten sich die Leiter am Ende geschlagen geben, und der Sieg ging verdient an die jungen Sportler:innen.
Am Samstagmorgen ging es bereits wieder ans Packen und Aufräumen. Mit vereinten Kräften wurden die Schlafsäcke eingerollt und die übrig gebliebenen Socken, Hosen und Jacken an ihre Besitzer verteilt. Danach stand jedoch noch ein Lagerhighlight auf dem Programm. Die Jugendriege durfte sich die Riegen im Hallenbad Schlossfeld Willisau austoben, die Wasserspielzeuge testen und am Sprungbrett ihr Können präsentieren. Anschliessend gab es das letzte gemeinsame Zmittag, worauf schliesslich noch einige lustige Völki-Varianten folgten.
Kurz darauf begab sich die mittlerweile erschöpfte, aber glückliche Jugendriege und ihre ebenfalls erschöpften, aber zufriedenen Leiter wieder in Richtung Sempach-Station, alle mit neuen, wundervollen Erinnerungen und dem sicheren Wissen: Nächstes Jahr sind wir wieder dabei!
Lena-Maria Brun


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